Johann Wolfgang von Goethe
Deutschlands Universalgenie
Biografie
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) gilt als Deutschlands bedeutendster Dichter und Universalgenie. Geboren in Frankfurt am Main, studierte er in Leipzig und Straßburg Jura — schrieb aber schon früh erfolgreiche Werke wie „Götz von Berlichingen" und „Die Leiden des jungen Werthers", die ihn europaweit berühmt machten.
1775 wurde er an den Hof Herzog Carl Augusts nach Weimar berufen und blieb dort bis zu seinem Tod. In Weimar war er nicht nur Dichter, sondern auch Staatsmann, Theaterleiter und Naturforscher — mit Studien zu Optik, Botanik und Geologie. Die Freundschaft mit Friedrich Schiller (1794–1805) prägte die Weimarer Klassik.
Sein Lebenswerk „Faust" — über sechzig Jahre lang umgearbeitet — vereint Volkssage, philosophische Tiefe und sprachliche Virtuosität wie kein zweites Werk der deutschen Literatur.
Epochen
Sturm und Drang (1770–1790): Goethe war mit „Werther" und „Götz" einer der Hauptvertreter dieser jugendlich-rebellischen Strömung — Genie, Gefühl und Natur statt aufklärerischer Vernunft.
Weimarer Klassik (1786–1832): Nach seiner Italienreise wandte sich Goethe einem maßvolleren, harmonischen Ideal zu. Gemeinsam mit Schiller formte er die wichtigste Phase der deutschen Literaturgeschichte.
Wichtige Werke
Goethes Hauptwerk — die Tragödie um Erkenntnisstreben, Pakt und Gretchens Schicksal.
Schlüsselwerk des Sturm und Drang.
Briefroman, der eine Selbstmordwelle auslöste und Goethe europaweit bekannt machte.
Eine der berühmtesten Balladen der deutschen Literatur.
Drama der Weimarer Klassik.
Die wohl meistzitierte Ballade Goethes.
„Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!"
Johann Wolfgang von Goethe, „Das Göttliche" (1783)